Hessische Landgesellschaft mbH Geschäftsbericht 2025 24 Lagebericht erträge in Höhe von 186 TEUR erzielt (i. V.: 237 TEUR), während in der zweiten Jahreshälfte Erträge von rund 283 TEUR erwirtschaftet wurden (i. V.: 238 TEUR). Insgesamt beliefen sich die Gebührenerträge im Geschäftsjahr 2025 damit auf 469 TEUR und lagen leicht unter dem Vorjahresniveau (i. V.: 475 TEUR). Die Kennzahlen im Bereich des landwirtschaft- lichen Bauwesens im Fünfjahresvergleich: 2025 2024 2023 2022 2021 Bewilligte Verfahren 23 32 10 34 54 Abgerechnete Verfahren 48 27 38 42 45 Stand der Verfahren 48 73 68 96 104 Gebührenerträge (TEUR) 469 475 355 491 669 #Landwirtschaftliche Bauberatung Im Bereich der landwirtschaftlichen Bauberatung wurden im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 373 Vor-Ort- sowie telefonische Beratungen erbracht. Damit lag die Beratungsleistung auf Vorjahresniveau. Das Gebührenergebnis lag mit rund 131 TEUR geringfügig unter dem Vorjahreswert (i.V.: 133 TEUR). Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der weiterhin zurückhaltenden Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft, die unter anderem durch wirtschaftliche und rechtliche Unsicherheiten sowie eine eingeschränkte Planungssicherheit beeinflusst wird. Besonders nachgefragt wurde die Bauberatung bei Vorhaben zur Umnutzung bestehender landwirtschaftlicher Gebäude sowie bei Projekten zur Verbesserung des Tierwohls. Bis zum Ende des Berichtsjahres unterstützte und beriet die HLG im Auftrag des Landes Hessen landwirtschaftliche Betriebe bei der konzeptionellen Planung sowie bei der fachlichen und wirtschaftlichen Umsetzung landwirtschaftlicher Bauvorhaben, sowohl im Rahmen von Vor-Ort-Terminen als auch telefonisch. Nachdem das Land Hessen den Vertrag über die Durchführung der landwirtschaftlichen Bauberatung in Hessen gekündigt hat, endet die Zusammenarbeit zwischen dem Land und der HLG in diesem Bereich zum 31.12.2025. Die Gesellschaft beabsichtigt, die landwirtschaftliche Bauberatung künftig als Eigengeschäft mit eigenen personellen Ressourcen fortzuführen. #Sonstige landwirtschaftliche Baumaßnahmen und Planungsaufträge Im Bereich der Betreuung landwirtschaftlicher Baumaßnahmen ohne öffentliche Förderung wurden im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 18 neue Aufträge für technische HOAILeistungen akquiriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg der Neuaufträge um rund 38,5 % (i. V.: 13). Die erhaltenen Aufträge umfassen ein breites Spektrum an Neu- und Umbaumaßnahmen landwirtschaftlicher Wirtschafts- und Nutzgebäude sowie verschiedener Stallanlagen. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der weiterhin vorhandenen Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft, die sich vor dem Hintergrund teilweise umfangreicher Förderauflagen zunehmend auch in nicht geförderten Vorhaben manifestiert. Gleichzeitig tragen Umfang und Komplexität der beauftragten Maßnahmen zu einer entsprechenden Ausweitung der abrechenbaren Leistungen bei. In der Folge lag auch das Gebührenergebnis zum Jahresende mit rund 460 TEUR deutlich über dem Vorjahreswert (i. V.: 246 TEUR). #Landwirtschaftliches Flächenmanagement Im Rahmen des landwirtschaftlichen Flächenmanagements erwarb die HLG im Geschäftsjahr 2025 insgesamt nahezu 69 ha landwirtschaftlicher Flächen zu einem Kaufpreis von rund 1,8 Mio. EUR (i. V.: 68 ha zu rund 1,5 Mio. EUR). Gleichzeitig veräußerte die Gesellschaft im Berichtsjahr etwa 65 ha Agrarflächen und erzielte daraus Umsatzerlöse von knapp 1,7 Mio. EUR (i.V.: rund 48 ha mit Erlösen von etwa 1,5 Mio. EUR). Aus den Flächenverkäufen resultierten Gebührenerlöse von rund 83 TEUR (i. V.: 84 TEUR). Darüber hinaus wurden Pachteinnahmen in Höhe von etwa 247 TEUR erzielt (i. V.: 238 TEUR). Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Gesamtergebnis von rund 330 TEUR (i. V.: 322 TEUR). Das landwirtschaftliche Flächenmanagement für agrarstrukturelle und ökologische Zwecke stellt ein zentrales Instrument im Rahmen der Bodenbevorratung dar. Ziel ist es, landwirtschaftlichen Betrieben bei Flächenverlusten geeignete Ersatzflächen bereitzustellen und damit deren Bewirtschaftungsgrundlage dauerhaft zu sichern. Zu den wesentlichen Aufgaben zählen der gezielte Erwerb geeigneter Grundstücke, deren Verwertung gemäß den geltenden Richtlinien, die Verpachtung bevorrateter Flächen sowie die Ausübung des siedlungsrechtlichen Vorkaufsrechts nach dem Reichssiedlungsgesetz (RSG). Ergänzend umfasst das Tätigkeitsfeld Maßnahmen zur Verbesserung der agrarstrukturellen Bedingungen, insbesondere durch freiwillige Flächennutzungstauschverfahren. Darüber hinaus betreibt die HLG gemeinsam mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) die Onlineplattform „Hessische Hofbörse“, die landwirtschaftliche Unternehmen sowie Landwirtinnen und Landwirte beim Kauf oder Verkauf ihrer Betriebe unterstützt.
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