HLG Geschäftsbericht 2025

Hessische Landgesellschaft mbH Geschäftsbericht 2025 37 Lagebericht  #Finanzrisiken Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die HLG verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Bewertungsrisiken sowie Zins- und Liquiditätsrisiken. Das Finanzrisikomanagement ist Bestandteil des Risikomanagementsystems und dient der frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Steuerung potenzieller Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Veränderungen der Markt- und Geschäftsbedingungen können Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Bilanzpositionen haben und Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte erforderlich machen. Hieraus können sich nicht zahlungswirksame Ergebnisbelastungen sowie Auswirkungen auf bilanzielle Relationen ergeben. Dies betrifft insbesondere das Umlaufvermögen, das im Wesentlichen durch Vorräte im Bereich der Bodenbevorratung geprägt ist. Zinsrisiken ergeben sich aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus im Zusammenhang mit der Finanzierung der Geschäftstätigkeit, während Liquiditätsrisiken aus zeitlichen Verschiebungen von Ein- und Auszahlungen resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen der Finanzplanung und -steuerung fortlaufend überwacht und berücksichtigt. Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die relevanten Sachverhalte entsprechend einbezogen. #Zinsrisiken Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus können die wirtschaftliche Entwicklung der HLG beeinflussen und stellen ein wesentliches finanzielles Risiko dar. Insbesondere im Zusammenhang mit variabel verzinsten Verbindlichkeiten sowie bei Neu- und Anschlussfinanzierungen können sich hieraus Auswirkungen auf die Finanzierungskosten und damit auf das Finanzergebnis ergeben. Darüber hinaus führen steigende Zinsen zu einem Anstieg des kalkulatorischen Mischzinssatzes aus Fremd- und Eigenkapitalzinsen, der im Rahmen der Bodenbevorratung zur Anwendung kommt und somit die Nachfrage nach entsprechenden Projekten beeinflussen kann. Zur Begrenzung dieser Risiken verfügt die HLG über eine diversifizierte und langfristig ausgerichtete Finanzierungsstruktur. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung erfolgt über langfristige, endfällige Darlehen, die durch Bürgschaften des Landes Hessen abgesichert sind und somit eine hohe Planungssicherheit bieten. Die Ausgestaltung dieser Finanzierungsstruktur erfolgt im Einklang mit den beihilferechtlichen Vorgaben. Darüber hinaus begegnet die Gesellschaft den Auswirkungen eines steigenden Zinsniveaus durch eine moderate Eigenkapitalverzinsung, die maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des Mischzinssatzes hat. einer weiteren Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Bereich Flächenmanagement und Infrastruktur beitragen. Darüber hinaus können sich zusätzliche Entwicklungspotenziale aus zukünftigen Flächenbedarfen im Zusammenhang mit öffentlichen Infrastruktur- und Sicherheitsaufgaben ergeben. Die dargestellten Chancen bauen auf den bestehenden fachlichen, organisatorischen und operativen Kompetenzen der HLG auf und können zur weiteren Stabilisierung und Entwicklung der Geschäftstätigkeit beitragen. #Absatzrisiken Die Bodenbevorratung stellt ein zentrales Geschäftsfeld der HLG dar und unterliegt in besonderem Maße externen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, geopolitische Unsicherheiten sowie veränderte Rahmenbedingungen auf den Finanzierungs- und Immobilienmärkten beeinflussen die Nachfrage nach Grundstücken und Immobilien. Steigende Baukosten sowie erhöhte Finanzierungskosten infolge gestiegener Zinsen wirken sich dämpfend auf die Investitionsbereitschaft privater und gewerblicher Nachfrager aus. Hinzu kommen inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie zuletzt wieder anziehende Energiekosten, die diese Entwicklung zusätzlich verstärken. In der Folge kann es zu einer rückläufigen oder verzögerten Nachfrage sowie zu Schwankungen bei den erzielbaren Verkaufserlösen kommen. Darüber hinaus ist die Marktsituation durch ein begrenztes Angebot an verfügbaren Flächen bei gleichzeitig anhaltendem Wohnraumbedarf geprägt, was regional zu steigenden Grundstückspreisen führen kann. Dieses Spannungsfeld kann die Vermarktungstätigkeit zusätzlich beeinflussen. Externe Einflussfaktoren, insbesondere die Entwicklung von Zinsen, Baukosten, Energiepreisen und regulatorischen Rahmenbedingungen, sind dabei nur eingeschränkt durch die Gesellschaft steuerbar. Zur Begrenzung der hieraus resultierenden Risiken verfolgt die HLG einen langfristig ausgerichteten Planungshorizont und richtet die Auswahl und Entwicklung von Projekten konsequent an den Marktgegebenheiten sowie an den Bedarfen der hessischen Kommunen aus. Dabei werden insbesondere Projekte mit belastbarer Nachfrageperspektive priorisiert, während Projekte mit erhöhten Markt- oder Vermarktungsrisiken zurückhaltend verfolgt werden. Die Bodenbevorratung erfolgt auf Grundlage der Richtlinien zur Förderung der Bodenbevorratung für öffentliche, agrarstrukturelle und ökologische Zwecke in Hessen und dient der bedarfsgerechten Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen. Ergänzend verfolgt die Gesellschaft Ansätze einer nachhaltigen Baulandentwicklung, insbesondere durch die Entwicklung energieeffizienter Siedlungskonzepte, um auch unter veränderten Marktbedingungen eine langfristige Vermarktungsfähigkeit der Projekte sicherzustellen.

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