Job angeln

Erschließung des Baugebiets „Am Krifteler Wäldchen“ erfolgreich abgeschlossen

Mit der feierlichen Einweihung der neuen Straßennamen am 20. Mai 2026 hat die Gemeinde Kriftel gemeinsam mit zahlreichen Gästen einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Baugebiets „Am Krifteler Wäldchen“ gefeiert: den erfolgreichen Abschluss der Erschließungsarbeiten und die Übergabe der Baufelder für die nun anstehenden Hochbaumaßnahmen.

Das rund 15 Hektar große Entwicklungsgebiet – ehemals als Mönchhof-Areal bekannt – befindet sich in verkehrsgünstiger Lage zwischen der S-Bahn-Strecke Frankfurt–Niedernhausen und der A66 Frankfurt–Wiesbaden, unmittelbar am Bahnhof Kriftel. Ziel der Entwicklung ist es, dringend benötigte Wohn- und Gewerbeflächen für die Gemeinde Kriftel und den gesamten Ballungsraum Rhein-Main zu schaffen.

Bereits im Jahr 2013 wurde die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG) von der Gemeinde Kriftel mit der Bodenbevorratung und Entwicklung des Gebietes beauftragt. Grundlage der städtebaulichen Entwicklung bildete ein Rahmenplan des Planungsbüros Albert Speer & Partner. Vorgesehen sind rund sechs Hektar Gewerbeflächen sowie etwa fünf Hektar Wohnbauflächen. Ergänzt wird das Quartier künftig durch eine Kindertagesstätte sowie eine Park-and-Ride-Anlage.

Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im Oktober 2016 begann die planungsrechtliche Entwicklung des neuen Quartiers. Nach intensiven Abstimmungs- und Planungsprozessen konnte der Bebauungsplan schließlich im November 2023 in Kraft treten und im Anschluss das Umlegungsverfahren mit den verbliebenen Grundstückseigentümern abgeschlossen werden. Unmittelbar danach starteten die umfangreichen Erschließungsarbeiten, die Anfang 2026 erfolgreich abgeschlossen und abgenommen wurden. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten aktuell auf rund 22 Millionen Euro.

Ein wichtiger Baustein des Projekts ist die sogenannte Lärmriegelbebauung entlang der Bahntrasse. Hierzu führte die Gemeinde Kriftel im Jahr 2021 ein Investorenauswahlverfahren durch. Als Partner für die weitere Entwicklung setzte sich die ABG Frankfurt Holding durch, mit der seitdem die Planung für einen Teilbereich des Quartiers abgestimmt wird.

Die feierliche Straßenbenennung am 20. Mai würdigte zugleich die vier „Mütter des Grundgesetzes“. Künftig erinnern die Straßennamen im neuen Quartier an Elisabeth Selbert, Friederike Nadig, Helene Weber und Helene Wessel – Frauen, die maßgeblich an der Ausarbeitung des Grundgesetzes beteiligt waren und wichtige Impulse für Gleichberechtigung, Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe setzten.

Im Rahmen der Veranstaltung betonte die Gemeinde Kriftel die besondere Bedeutung des Projekts für die zukünftige Entwicklung des Standorts. Neben der bereits fertiggestellten technischen Infrastruktur – darunter Kanal-, Wasser-, Strom-, Gas- und Medienleitungen – wurden auch die Park-and-Ride-Anlage sowie moderne Entsorgungsinfrastrukturen umgesetzt. Damit sind die Voraussetzungen für die nun beginnende Hochbauphase geschaffen.

Aktuell läuft bereits die Vermarktung der Gewerbeflächen. Parallel dazu bereiten Gemeinde und HLG gemeinsam die nächsten Entwicklungsschritte für die Wohnbauflächen vor. Deren Vermarktung ist – vorbehaltlich der weiteren Zeitplanung der ABG Frankfurt Holding – ab 2027 vorgesehen.

Mit dem Projekt „Am Krifteler Wäldchen“ entsteht in den kommenden Jahren ein zukunftsorientiertes Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Mobilität sinnvoll miteinander verbindet und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde Kriftel leistet.