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Wirtschaftsminister Mansoori informiert sich über Baulandentwicklung der HLG in Hochheim

Wohnraum schaffen, Gewerbeflächen entwickeln und ehemalige Industriestandorte einer neuen Nutzung zuführen: Bei seinem Besuch in Hochheim am Main informierte sich Hessens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori über drei Projekte, die beispielhaft die unterschiedlichen Aufgabenfelder kommunaler Baulandentwicklung zeigen.

Im Rahmen seiner Sommertour „Hessen. Stark für den Alltag.“ besuchte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori am 3. August 2026 Hochheim am Main. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Hochheim und der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) verschaffte er sich einen Eindruck davon, wie langfristige Flächenentwicklung neuen Wohnraum schaffen, wirtschaftliche Investitionen ermöglichen und bereits genutzte Flächen für neue Entwicklungen mobilisieren kann.

Im Mittelpunkt des ersten Tages der Sommertour standen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums die Grundlagen wirtschaftlicher Stärke in Hessen: Energieversorgung, Flächenentwicklung und handlungsfähige Kommunen.

Hochheim bot dafür einen anschaulichen Einblick. Stadt und HLG arbeiten hier seit rund 20 Jahren gemeinsam an Projekten der Bauland- und Stadtentwicklung. Die Besichtigung führte vom Wohngebiet „Schänzchen III“ über das Gewerbegebiet „Östliche Frankfurter Straße“ bis zu einem ehemaligen Industriestandort an der Frankfurter Straße. 

Wohnquartier Schänzchen III: Flächenentwicklung für Wohnen und Infrastruktur

Ausgangspunkt des Rundgangs war die Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH im Wohnbaugebiet „Schänzchen III“. Nach der Begrüßung durch Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt und Dr. Gerald Kunzelmann, Geschäftsführer der Hessischen Landgesellschaft mbH, tauschten sich die Teilnehmer über aktuelle Herausforderungen der Flächen- und Wohnraumentwicklung aus.

Anschließend führte der Rundgang durch das gemeinsam von Stadt und HLG entwickelte Wohnbaugebiet. Auf rund 17 Hektar ist ein Quartier entstanden, das neben unterschiedlichen Wohnangeboten auch einen Supermarkt, betreutes Wohnen, eine Kindertagesstätte und eine Grundschule umfasst.

Das Beispiel zeigt, dass Baulandentwicklung weit über die Bereitstellung einzelner Baugrundstücke hinausgeht. Wohnraum, soziale Infrastruktur und Nahversorgung müssen gemeinsam gedacht werden. Zugleich verdeutlichte der Austausch mit der Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft das Zusammenspiel von kommunaler Flächenpolitik, Baulandentwicklung und Wohnraumversorgung.

Gewerbegebiet „Östliche Frankfurter Straße“: Raum für Investitionen und Arbeitsplätze

Auf dem Weg zum Gewerbegebiet erläuterten Vertreter von Stadt und HLG dem Wirtschaftsminister die Bedeutung einer langfristigen Bodenbevorratung. Sie ermöglicht Kommunen, Flächen frühzeitig zu sichern und ihre Entwicklung über viele Jahre aktiv zu gestalten.

Im rund 30 Hektar großen Gewerbe- und Mischgebiet stellte der Hochheimer Wirtschaftsförderer Eduard Nowak die bisherigen Unternehmensansiedlungen und die Entwicklung des Standortes vor. Geeignete Gewerbeflächen schaffen die Voraussetzung dafür, dass bestehende Unternehmen wachsen und neue Unternehmen investieren können – und leisten damit einen Beitrag zu Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und kommunalen Einnahmen.

Ein besonderer Halt galt der zuletzt veräußerten großen Flächenreserve des Gewerbegebietes. Dort ist die Entwicklung eines Rechenzentrums mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro vorgesehen. Das Projekt zeigt beispielhaft, welche Bedeutung langfristig vorbereitete Gewerbeflächen für größere Unternehmensinvestitionen haben können.

Innenentwicklung: Neue Perspektiven für bereits genutzte Flächen

Die letzte Station führte zu einem ehemaligen Industriestandort an der Frankfurter Straße. Im Mittelpunkt standen die Innenentwicklung und die Wiedernutzung bereits gewerblich oder industriell genutzter Flächen.

Angesichts knapper Flächenressourcen gewinnt die Revitalisierung solcher Standorte zunehmend an Bedeutung. Bestehende Siedlungs- und Gewerbestrukturen können weiterentwickelt werden, ohne ausschließlich zusätzliche Flächen am Stadtrand in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig stellen Eigentumsverhältnisse, bestehende Bebauung, Erschließung oder unterschiedliche Nutzungsinteressen häufig besondere Anforderungen an die Entwicklung.

Die HLG unterstützt Kommunen auch bei solchen langfristigen und komplexen Entwicklungsprozessen.

Baulandentwicklung braucht einen langen Atem

Im Gespräch mit Wirtschaftsminister Mansoori erläuterte Dr. Gerald Kunzelmann nochmals die Rolle der Hessischen Landgesellschaft bei der Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden. Der Minister zeigte sich insbesondere beeindruckt von dem „langen Atem“, den erfolgreiche Baulandentwicklungen erfordern. Viele der heute sichtbaren Projekte in Hochheim haben ihren Ursprung bereits vor rund 20 Jahren.

Zwischen ersten Grundstückserwerben und Bodenbevorratung, Planung, Erschließung und späterer Vermarktung oder Bebauung können viele Jahre liegen. Die HLG begleitet Städte und Gemeinden bei diesen Prozessen – unter anderem beim Flächenerwerb, bei Bodenordnung und Erschließung sowie bei der Bereitstellung und Vermarktung von Flächen für Wohnen und Gewerbe.

 

Der Besuch in Hochheim zeigte damit beispielhaft, wie vorausschauende Flächenpolitik und die langfristige Zusammenarbeit von Kommunen und HLG wirken können: 

Wohnraum und soziale Infrastruktur entstehen, Unternehmen erhalten Raum für Investitionen und bereits genutzte Standorte neue Entwicklungsperspektiven.